Bing Ads im Maschinenbau: Profit-Chance dank diesem Denkfehler (Microsoft Ads)

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Im aktuellen Marktumfeld prügeln sich fast alle Maschinenbauer um die gleichen, teuren Klicks auf Google. Während die Gebotspreise für Keywords wie „CNC Bearbeitungszentrum“ oder „Sondermaschinenbau“ immer weiter steigen, ignorieren viele Unternehmen völlig, wo ein riesiger Teil ihrer Zielgruppe eigentlich wirklich sitzt.

Gleichzeitig sehen wir in der Praxis immer wieder Kunden, bei denen die Anfragen über eine oft belächelte Plattform komplett durch die Decke gehen – und das extrem profitabel. Die Rede ist von Microsoft Ads (ehemals Bing Ads). Wer diese Chance heute nutzt, greift plötzlich einen Marktanteil ab, den die Konkurrenz oft nicht einmal auf dem Schirm hat.

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Bing vs. Google: Die nackten Zahlen für den deutschen Maschinenbau

Wer nur auf die weltweiten Marktanteile von Suchmaschinen schaut, sieht bei Google oft über 90 % und bei Bing magere 5 %. Da stellt sich schnell die Frage: Warum sollte man dort überhaupt Werbung schalten? Doch für den deutschen Maschinenbau ist dieser oberflächliche Blick fatal.

Marktanteile im Desktop-Bereich: Überraschend relevant

Sobald wir den Filter auf Deutschland und ausschließlich auf Desktop-Nutzer setzen, verschiebt sich das Bild massiv. Plötzlich hält Google nur noch rund 70 %, während Bing bei etwa 18 % bis 20 % liegt. In der Industrie lassen unsere eigenen Kundendaten sogar vermuten, dass der Anteil bei relevanten Entscheidern oft noch deutlich höher ist.

Warum die Zielgruppe „Büro“ automatisch bei Bing landet

Der Grund dafür ist simpel: In der Industrie kommen 80 % bis 90 % der Website-Besucher über den Desktop-Rechner. Bei kaufvorbereitenden Suchanfragen geht dieser Wert oft gegen 100 %. Niemand bestellt eine Industrieanlage vom Handy aus in der Bahn.

Die Einkäufer und Ingenieure sitzen in einer typischen Corporate-IT-Umgebung. Dort ist Windows der Standard, Microsoft Teams das Kommunikationstool und der Edge-Browser inklusive der Suchmaschine Bing oft als fester Standard vom Administrator voreingestellt. Wer hier nicht präsent ist, verliert jeden fünften potenziellen Kunden bereits beim ersten Suchschritt.

Die Anatomie von Bing: Warum Sichtbarkeit hier fast nur über Ads funktioniert

Man muss es ehrlich sagen: Bing ist in vielen B2B-Bereichen fast schon eine reine Anzeigen-Suchmaschine. Wer heute nach industriellen Fachbegriffen sucht, findet auf der ersten Seite oft nur noch zwei organische Ergebnisse. Der gesamte Rest besteht aus gesponserten Inhalten.

Kaum organische Ergebnisse – Warum Anzeigen Pflicht sind

Die Kennzeichnung der Werbung ist bei Bing traditionell eher zurückhaltend, auch wenn sich dies aus rechtlichen Gründen gebessert hat. Das führt dazu, dass Nutzer die Anzeigen als natürliche Ergebnisse wahrnehmen. Wenn du dort präsent sein willst, kommst du an bezahlten Microsoft Ads eigentlich nicht vorbei. Ohne Budget für Anzeigen bist du auf dieser Plattform für deine Zielgruppe praktisch unsichtbar.

Strategische Vorteile von Microsoft Ads im B2B-Sektor

Microsoft Ads bietet Funktionen, die speziell für den B2B-Sektor wie gemacht sind. Da Microsoft auch Eigentümer von LinkedIn ist, lassen sich Kampagnen theoretisch mit wertvollen Daten aus dem Business-Netzwerk anreichern.

Das LinkedIn-Targeting-Feature: Ein Bonus für die Industrie

Du kannst deine Anzeigen verstärkt Personen anzeigen lassen, die in bestimmten Branchen oder Berufsfeldern tätig sind, sofern diese Informationen bei LinkedIn hinterlegt sind. Auch wenn Tracking-Einschränkungen und Adblocker diesem Feature heute Grenzen setzen, bleibt es ein hervorragendes Werkzeug, um die Streuverluste im Vergleich zur Konkurrenz zu minimieren.

Der Mythos vom günstigen Klickpreis: Ein Realitätscheck

Oft hört man das Argument, der Klickpreis (CPC) sei bei Bing grundsätzlich viel günstiger als bei Google. Das kann vorkommen, ist aber kein Naturgesetz. In hart umkämpften Nischen des Maschinenbaus kann der CPC bei Bing sogar höher sein als bei Google, weil dort bereits einige wenige Wettbewerber sehr aggressiv bieten. Es kommt also immer auf den Einzelfall und die spezifische Nische an.

Praxis-Check: Wann solltest du von Google zu Bing wechseln (oder beides nutzen)?

In unserer Beratung verfolgen wir keine Schwarz-Weiß-Strategie. Es geht nicht darum, ob Google oder Bing „besser“ ist, sondern um Omnipräsenz.

Das Prinzip der Omnipräsenz

Wenn dein Budget groß genug ist, solltest du ohnehin beide Kanäle bespielen. Wir stellen uns für unsere Kunden immer nur eine Frage: Was ist gerade der effektivste Hebel für den nächsten investierten Euro? Manchmal ist es profitabler, eine bestehende Google-Kampagne weiter zu optimieren. In vielen anderen Fällen ist es jedoch sinnvoller, das Budget in Bing zu investieren, um die dortigen 20 % Marktanteil ohne den extremen Preisdruck von Google abzugreifen.

Warum sauberes Testing über den Erfolg entscheidet

Du kommst um das Testen nicht herum. Statistiken geben eine Richtung vor, aber die absolute Gewissheit für deine spezifische Nische erhältst du nur durch ein sauberes Setup und echte Marktdaten. Wichtig ist dabei: Wenn eine Kampagne nicht funktioniert, liegt es oft nicht am Kanal selbst, sondern an einem fehlerhaften technischen Setup oder unpassenden Werbemitteln.

Fazit: Den nächsten Euro dort investieren, wo der Hebel am größten ist

Microsoft Ads ist für Maschinenbauer kein bloßes „Nice-to-have“ mehr, sondern ein strategischer Kanal, um die kaufkräftige Desktop-Zielgruppe in den Unternehmen direkt zu erreichen. Wer sich nur auf Google verlässt, lässt bares Geld liegen und überlässt der Konkurrenz kampflos das Feld.

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